Heute wird’s persönlich. Ich bin zwar nicht so spannend, aber jedes dieser 10 Dinge beinhaltet eine Business-Lektion, die ich dir nicht vorenthalten will. Die Art Lektion, die ich selbst gerne früher gewusst hätte, als ich mein rechtssicheres Online-Business aufgebaut habe.
Also: Schnapp dir einen Kaffee (oder Wein, je nach Tageszeit 😉) und lass uns quatschen. Über Umwege, die zu Superkräften werden. Über Grenzen, die du setzen darfst. Und über unbequeme Wahrheiten, die die Online-Business-Branche gerade lieber verschweigt.
Du bekommst Einblicke hinter die Kulissen meiner Arbeit als Online-Business Anwältin – und du lernst, was du als Online-Unternehmerin ganz konkret für dein eigenes Business daraus mitnehmen kannst.
1. Ich bin zertifizierte Mentaltrainerin – und habe online NICHT als Anwältin begonnen
Überraschung: Bevor ich als Rechtsanwältin für Online-Business durchgestartet bin, war ich Mentaltrainerin für Jura-Studentinnen. Mein Fokus? Examensvorbereitung, Lernstrategien und mentale Stärke in einer der härtesten Prüfungsphasen überhaupt.
Warum erzähle ich dir das?
Weil ich von innen verstehe, wie es ist, in einem Markt Fuß zu fassen, in dem deine Zielgruppe noch nicht weiß, dass sie dich braucht. Ich weiß, wie es sich anfühlt, Marketing zu machen, ohne jemals Marketing gelernt zu haben. Ich kenne die Struggles, die Selbstzweifel, die „Bin-ich-gut-genug?“-Momente.
Wie ich dann doch wieder zur Online-Business Anwältin wurde
Ich hatte mein Business als Mentaltrainerin aufgebaut. Lief gut. Machte Spaß. Ich half Menschen. Und fairerweise hab ich nicht dran gedacht, nochmal was dran zu ändern. Bis mir eine Online-Unternehmerin auf einem Netzwerktreffen live und in Farbe erzählte, was für Struggles sie mit ihren eigenen AGB hat. Es gesellten sich noch mehr Frauen dazu, die alle irgendwie rechtliche Themen hatten.
Einen Tag später fiel es mir dann im Zug nach Hause wie Schuppen von den Augen: Ich war ja immer noch Anwältin. Und das könnte ich wahrscheinlich ziemlich gut (weil Insights und so..) beraten. Gesagt getan. Zwei Wochen später war meine Online-Business-Kanzlei gegründet und here we are.
💡 Dein Takeaway:
Dein erster Online-Business-Versuch muss nicht dein letzter sein. Manchmal ist der Umweg der direkteste Weg zu deiner wahren Positionierung. Deine „Umwege“ sind keine Fehler – sie sind Skills, die dich einzigartig machen.
2. Ich habe einen Roman geschrieben – und das hat mehr mit deinem Business zu tun, als du denkst
Bevor ich meine Online-Kanzlei gegründet habe, schrieb ich einen Roman: „Manchmal denkt man, es sei Liebe“. Kein Business-Ratgeber. Kein Sachbuch. Ein echter Roman über das Ende einer toxischen Beziehung und den Weg zurück zum eigenen Ich.
Warum ist das relevant für dich als Online-Unternehmerin?
Weil viele denken, Anwältinnen sind nur rational. Nur Paragraphen. Nur Business. Sorry, aber so ist es halt nicht. Ich bin auch ein Mensch mit extrem vielen Gefühlen. Ich hab halt gelernt, diese Gefühle in Beratungen eher mal außen vor zu lassen, um bei der Sache zu bleiben. Beschäftigen tut mich das ein oder andere aber schon sehr…
Du darfst mehr sein als deine Berufsbezeichnung
Deine Kreativität, deine Hobbys, deine „anderen Seiten“ machen dich menschlich. Und Menschen kaufen von Menschen – nicht von wandelnden LinkedIn-Profilen.
💡 Dein Takeaway:
Zeig deine ganze Persönlichkeit. Das ist kein Professionalitäts-Verlust, sondern ein Trust-Booster. Deine Vielschichtigkeit ist dein Alleinstellungsmerkmal – gerade in einem Markt, in dem viele „glattgebügelt“ auftreten.
3. Ich arbeite wirklich nur 10 Stunden die Woche (und nein, das ist kein Marketing-Blabla)
Ich ziehe das durch. Konsequent. Weil ich nicht für Freiheit losgegangen bin, um sie dann nicht zu leben.
Der Irrglaube: „Flexibel sein“ bedeutet oft „24/7 erreichbar sein“. Ich wollte nicht Sklavin meiner eigenen Kanzlei werden.
Wie das konkret in meiner Boutique-Kanzlei aussieht
- Feste Zeitblöcke: Mandantinnen-Calls, Content-Erstellung, Admin
- Selective: Ich nehme nicht jede Anfrage an – nur Mandantinnen, die zu mir passen
- Automatisierung & KI: Prozesse, Vorlagen, klare Strukturen
- Wert statt Zeit: Meine Mandantinnen zahlen für meine Expertise, nicht für Stundenzettel
Jeden Mittwochvormittag gehe ich auf den Wochenmarkt mit meinen Freundinnen. Diese Zeit ist mir heilig. Und weißt du was? Ich verdiene trotzdem gut. Weil ich strategisch arbeite, meine Angebote klar positioniere und Nein sagen kann.
💡 Dein Takeaway:
Freiheit ist kein Nebenprodukt von Erfolg – Freiheit ist eine Entscheidung, die du jetzt triffst. Definiere deine Version von Erfolg, nicht die der lautesten Instagram-Coaches.
4. Ich nutze KI intensiv – auch für Vertragstexte (und ja, das kann rechtssicher sein)
Jetzt wird’s kontrovers: Ich bin KI-Power-Userin. ChatGPT, Claude, Langdock, Libra Tech AI (meine Jura-KI) – ich liebe das alles. Und ja: Ich erstelle sogar Vertragstexte und AGB mit KI.
Bevor du jetzt denkst „unverantwortlich!“ → Nein.
Warum das als KI-Anwältin für Online-Business funktioniert
Ich bin Anwältin. Ich habe einen geschulten Blick. KI ist mein Assistent, nicht mein Ersatz.
- KI erstellt den ersten Entwurf
- ich prüfe, verfeinere, ergänze Rechtsprechung und Formulierungen
- jede Klausel wird juristisch eingeordnet und angepasst
So dauert z.B. die Erstellung von AGB fürs Coaching-Business mit KI-Unterstützung 2 statt 10 Stunden – bei gleicher oder besserer Qualität. Bei mir zahlst du nämlich VOR ALLEM für die umfassende und persönliche Beratung, die der Erstellung folgt.
Achtsamer KI-Einsatz im Online-Business
- ✅ DSGVO-konforme Tools (Hosting in der EU, AVV, Verschlüsselung)
- ✅ Output nie 1:1 übernehmen – KI halluziniert
- ✅ Transparenz: Meine Mandantinnen wissen, dass ich KI nutze – Reaktion: „Geil, effizient UND gründlich!“
Die Wahrheit: KI ist nur so gut wie der Mensch, der sie nutzt. Eine Jura-KI ohne juristisches Fachwissen bleibt gefährlich.
💡 Dein Takeaway:
KI ist kein Teufelszeug – wenn du weißt, was du tust. In deiner Branche (Coach, VA, Designerin, Beraterin) kannst du KI nutzen, um schneller zu werden. Aber: KI ohne Fachwissen = Risiko. KI mit Fachwissen = Superkraft.
5. Ich bin im Cybersecurity- und Datenschutz-Rabbithole versunken (und feiere mich dafür)
Ich kann mich so richtig reinnerden in Cybersecurity und Datenschutz. DSGVO, AVV, SSL-Zertifikate, 2FA, Verschlüsselung – ich liebe das. Ja, wirklich.
Was das konkret für mein rechtssicheres Online-Business heißt
- neues Betriebssystem, überwiegend Open Source
- ich teste Tools selbst, bevor ich sie Mandantinnen empfehle
- ich lese Datenschutzerklärungen (ja, wirklich 🙈)
- ich bilde mich laufend weiter.
Mein Hauptdrive: Gute User Experience + rechtssichere Tech-Lösungen. Ich will Tools nutzen, die unsere Daten respektieren – nicht jede Info absaugen.
💡 Dein Takeaway:
Du musst nicht alles wissen – aber du musst wissen, wo die Risiken sind. Als Online-Unternehmerin bist du für die Daten deiner Kundinnen verantwortlich. Investiere bewusst in die „langweiligen“ Themen (Datenschutz, Sicherheit) – sie retten dich, wenn es ernst wird.
6. Boutique-Kanzlei als 1-Frau-Party – High-Touch statt Massenabfertigung
Ich arbeite im Boutique-Kanzlei-Ansatz. High-Touch-Service, exklusive Betreuung – aber als 1-Frau-Party. Kein Team, keine Angestellten – nur ich (und eine Menge KI als Backup).
Warum das für meine Mandantinnen so gut funktioniert
- ich begleite wenige, ausgewählte Online-Unternehmerinnen
- meine Beratungen dauern meist 90–180 Minuten, nicht 15 Minuten im Takt
- ich kenne die Business-Modelle meiner Mandantinnen wirklich
- ich kann nachfassen, wenn sich rechtlich etwas Grundsätzliches ändert
💡 Dein Takeaway:
„Boutique“ heißt nicht „groß“ – es heißt exklusiv. Du musst kein 10-Personen-Team haben, um Premium zu sein. Klein kann deine größte Stärke sein: Nähe, Flexibilität, Authentizität.
7. Ich war Familienanwältin – und habe aufgehört, weil ich meine Grenzen kenne
Bevor ich Online-Business Anwältin wurde, war ich Familienanwältin. Scheidungen, Sorgerecht, Unterhalt, Kindesentführungen – emotional heavy stuff. Ich war gut in meinem Job.
Aber: Als ich eigene Kinder bekam, ging es nicht mehr. Mental wurde es zu viel.
Warum das wichtig für dich als Mandantin ist
Ich kenne meine Grenzen – und ich achte sie. Das ist keine Schwäche, sondern Selbstfürsorge. Ich bin lieber eine sehr gute Anwältin in einem Bereich, der mich nicht kaputt macht, als eine ausgebrannte Anwältin im Dauer-Notfallmodus.
💡 Dein Takeaway:
Du darfst deinen Fokus wechseln, deine Meinung ändern, Nein sagen. „Durchhalten“ ist nicht immer die Lösung. Grenzen setzen ist nicht unprofessionell – es ist professionell. Dein Business darf sich mit deinem Leben verändern.
8. Ich finde Social Media oft unsozial – deshalb setze ich auf Long-Form-Content
Kontrovers, aber wahr: Social Media ist oft alles andere als „sozial“. Vergleichsfalle. Fake-Perfektion. Algorithmus-Hamsterrad. Dazu KI-Content – intransparent, generisch, seelenlos. Das nervt mich manchmal maximal und dann brauche ich dringend ne Pause. Und to be totally honest: Das betrifft nicht nur high-ticket-Coaches, die irgendwie wirken, als wären sie aus dem “normalen” Leben rausgefallen, sondern ziemlich viele Online-Unternehmerinnen allgemein.
Einfach, weil wir uns teilweise einen unpersönlichen Umgang in der Hülle von “Persönlichkeit” angewöhnt haben. Ich geb dir nen Beispiel: Chatbot-Automationen in meinen DMs. Die nerven mich echt hart manchmal. Das ist doch nicht mehr persönlich, wenn ich die 10. automatisierte Werbenachricht bekomme, oder? BTW hab ich auch mal was zum Thema Manychat geschrieben.
Meine Lösung als Online-Business Anwältin
Ich möchte Transparenz und Seriosität zurückbringen. Rechtssicherheit ist auch Vertrauens-Sicherheit. Wenn du als Online-Unternehmerin rechtssicher und klar agierst, hebst du dich automatisch ab.
Deshalb habe ich mich vorerst von Instagram verabschiedet und setze voll auf Long-Form-Content (Blog, Podcast) und Pinterest. Weil es mir guttut – und weil es zu meinem Familienleben passt.
💡 Dein Takeaway:
Sei radikal ehrlich. Zeig, wo du KI nutzt. Steh für echte Werte, nicht nur für Reichweite. Authentizität schlägt Algorithmus – langfristig. Und ja, persönliche Meinung natürlich:).
9. Die Online-Coaching-Bubble wird implodieren – und ich helfe beim Aufräumen
Ich glaube, die Online-Coaching-Bubble (gerade im B2B-Bereich) wird irgendwann implodieren. Ich sehe zu viel: High-Price-Programme ohne Substanz, manipulative Sales-Taktiken, Hype statt Inhalt.
Warum ich das glaube
- „Coach“ ist keine geschützte Berufsbezeichnung – jede*r kann sich so nennen
- es gibt dokumentierte Fälle, in denen Methoden als „Manipulation“ und „Betrug“ bezeichnet werden
- Hochpreis-Coachings mit zweifelhaften Versprechen („schnell reich“, „Heilung garantiert“)
- KI-Content-Flut ohne echten Mehrwert
Das sind nur ein paar meiner Gedanken. Das alles geht letztlich zurück zu folgendem Punkt: Coaching ist nicht geschützt und daraus speist sich anscheinend die Annahme, im Online-Bereich dürfe man ungefähr alles machen. Das stimmt natürlich nicht.
Meine Mission als Anwältin im Online-Business
Ich will nicht die Bubble retten – ich will die seriösen Business-Modelle stärken.
- faire, rechtssichere AGB statt einseitiger Klauseln
- ehrliche Produktbeschreibungen ohne versteckte Bedingungen
- keine Heilversprechen, kein Druck-FOMO-Marketing
💡 Dein Takeaway:
Bau dein Business auf Substanz, nicht auf Hype. Wenn die Bubble platzt, überleben die, die echten Wert liefern. Sei die Unternehmerin, die du selbst buchen würdest.
10. Ich lese lieber Bücher als Live-Programme zu kaufen – und das ist okay
Kontrovers in der Business-Coach-Welt: Ich kaufe fast nie Live-Programme. Ich liebe Bücher, Selbstlernkurse und On-Demand-Masterclasses.
Warum? Meine Lebensrealität mit Kindern und Kanzlei sieht so aus: Ich lerne, wenn es für mich passt – morgens um 5 oder abends um 22 Uhr.
Was das für dein Angebots-Design heißt
- feste Live-Termine passen nicht in jedes Leben
- FOMO ist kein Qualitätsmerkmal
- asynchrone Inhalte können genauso wertvoll sein wie Live-Programme
💡 Dein Takeaway:
Du darfst Business-Bildung so konsumieren, wie es für dich passt. Lass dir nicht einreden, dass nur Live-Programme „richtig“ sind. Und für dein eigenes Business: Entwickle Angebote, die deine Realität abbilden – deine Kundinnen leben oft ähnlich.
Checkliste: Baue dein rechtssicheres Online-Business mit Substanz
Basierend auf meinen 10 Learnings – hier deine Actionsteps:
🎯 Positionierung & Authentizität
- Nutze deine „Umwege“ als Unique Selling Point
- Zeig deine ganze Persönlichkeit (nicht nur die Business-Fassade)
- Definiere deine Version von Erfolg – passend zu deinem Leben
⏰ Freiheit & Grenzen
- Setze klare Arbeitszeitgrenzen (und halte sie ein)
- Blocke heilige Zeiten im Kalender (Familie, Freunde, Selfcare)
- Lerne, Nein zu sagen – zu Kunden, Projekten, Trends
🤖 KI & Tech (rechtssicher!)
- nutze nur DSGVO-konforme KI-Tools
- überprüfe jeden KI-Output, bevor du ihn im Business nutzt
- sei transparent, wo du KI einsetzt
- hol dir Prompt and Protected für rechtssichere KI-Nutzung
🔐 Rechtssicherheit & Datenschutz
- investiere bewusst in Cybersecurity (SSL, 2FA, sichere Tools)
- prüfe Datenschutzerklärungen deiner Tools
- lass AGB & Verträge von Profis prüfen – keine Copy-Paste-Muster!
💼 Business-Modell
- entscheide bewusst: Boutique (wenige, exklusiv) oder Masse?
- setze Preise nach Wert, nicht nach Zeit
- automatisiere, wo es Sinn macht – ohne an Qualität zu sparen
🎓 Weiterbildung
- konsumiere Content in deinem Tempo (Bücher & Selbstlernkurse sind okay!)
- hinterfrage Hype-Marketing (FOMO ist kein Kaufgrund)
- baue auf Substanz, nicht auf den Trend der Woche
Fazit: Dein Business darf mit dir wachsen
Das waren 10 Dinge über mich, die du vielleicht nicht erwartet hast. Von Mentaltrainerin über Roman-Autorin bis hin zur „KI-nerdigen“ Online-Business Anwältin.
Die große Lektion?
Du darfst alle deine Facetten leben. Dein Business ist kein starres Konstrukt – es darf mit dir wachsen und sich verändern. Sei ehrlich, setze Grenzen, nutze Tools (wie KI) bewusst. Und vor allem: Bau auf Substanz, nicht auf Hype.
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